Mark Reeder hat uns auf einem Häuserdach in Berlin ein Interview gegeben.

Angefangen mit seinem ersten Plattenkauf diskutieren wir zahlreiche Stationen in seinem Leben: Zunächst absolvierte er eine Ausbildung zum Werbetexter in Manchester, um wenig später zu kündigen und in einem Plattenladen zu jobben, der sich zu einem der wichtigsten Treffpunkte der Punkszene in Manchester entwickelte. Unter anderem sprechen wir auch über seine Berührungspunkte mit Ian Curtis und Joy Division und schließlich über seine erste Reise nach Deutschland und West-Berlin.

 

Der Schwerpunkt unseres Gesprächs liegt auf der Musik-Szene der 80er-Jahre in West-Berlin, die Mark Reeder bereits in der Dokumentation B-Movie als Protagonist und Erzähler einem breiteren Publikum näher bracht – wir sprechen über Blixa Bargeld, Gudrun Gut, seinen ehemaligen Mitbewohner Nick Cave und auch über seine eigene Band „Die Unbekannten“. Außerdem reden wir über die Aspekte, die das West-Berlin der damaligen Zeit so besonders gemacht haben, welche Menschen es anzog und inwieweit der Ost-Teil die Menschen beeinflusst hat. Ein wichtiger Punkt im Gespräch ist auch das Thema Drogen. Schließlich reißen wir auch die Entstehung der elektronischen Musik-Szene und die Gründung seines Trance-Labels „MFS“ an.

 

Zum Ende des Interviews erörtern wir die aktuelle Gitarrenmusik-Landschaft und gehen der Frage nach, ob es auch heute noch eine Szene gibt.